Kameraden nehmen an Spezialausbildung Vegetationsbrand in Klingenthal teil
von Thomas Geigenmüller
Pünktlich zum Plauener Vegetationsbrand im Schwarzen Holz, bot sich zwei Kameraden unserer Wehr die Möglichkeit, zwei Tage einen Lehrgang zur Vegetationsbrandbekämpfung zu besuchen. Den theoretischen Teil des Ganzen besuchten Kamerad Daniel Kern und Carl Roßner am 14.08.2026 im FTZ in Eich, wo die Aufklärung über sämtliche Gefahren, Einsatztaktiken, persönliche Schutzausrüstung und allerlei Beispiele stattfand. Als kleines Extra gab es vom Landkreis einen professionellen "Vegetationsbrandbekämpfungsspicker", wo zusammengefasst die wichtigsten Infos niedergeschrieben sind. Die Praxis sollte am darauffolgenden Samstag, den 15.08.2026 in Klingenthal durchgeführt werden, allerdings wurde diese - verständlicherweise, denn es herrschte Waldbrandstufe 3 - auf den 22.08.2026 verlegt. An diesem Tag schüttete es zu Beginn des Lehrgangstages wie aus Eimern, was sich jedoch glücklicherweise im Laufe des Vormittages änderte. So verbrachten die Lehrgangsteilnehmer die letzte Stunde Regen mit einer Auffrischung der wichtigsten Theoriepunkte und fuhren anschließend in ein abgeschottetes Gelände nahe der tschechischen Grenze, wo es auch sofort zur Sache ging. Es wurden Handwerkzeuge ausgeteilt, und dann hieß es ab in den Wald, einen Schutzstreifen anlegen. Dabei wird der Waldboden händisch umgeackert. Nach anstrengenden 15 Minuten ging es dann zur nächsten Übung, dem sogenannten Pump & Roll. Dabei führen mehrere Kameraden einen am Fahrzeug angeschlossenen Schlauch, während dieses langsam fährt, und ein Kamerad bedient das Strahlrohr an dessen Spitze. Somit ist es der Feuerwehr möglich, ein Feuer während der Fahrt zu bekämpfen. Nachdem diese feucht-fröhliche Übung vorrüber war, hatte der Ausbilder aufgrund des Wetters Mühe, etwas Heu anzuzünden. Nachdem dies gelungen war, gab es wieder Handwerkzeuge, allerdings auch Löschwasserrucksäcke. Dank der vorher erlernten Taktiken gelang es den tapferen Feuerwehrmännern, auch diese Übung mit Erfolg zu absolvieren und letztendlich das Feuer zu löschen. Zum krönenden Abschluss bekamen zwei Kameraden einen Schlauchrucksack mit jeweils 60 Metern B- und C-Schlauch auf die Schulter und mussten mit allen anderen Kameraden einen Hang hinaufkraxeln, währenddessen wurde automatisch der Schlauch aus den Rucksäcken verlegt. Oben angekommen und völlig aus der Puste staunte man nicht schlecht über die zurückgelegten knapp 40 Höhenmeter.
Damit hat nun Grünbach zwei super ausgebildete Kräfte mehr auf diesem Gebiet.
Niedergeschrieben von Carl Roßner- FF Grünbach
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